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Theater der Gezeiten : adam und eva

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Samstag, 20.11.2010 und Sonntag, 21.11.2010 20:00 h

adam und eva
nach einer Erzählung von Mark Twain
mit Katharina Bach, Sven Stephani
Musik: Toto Heymann, Tim Lorenz
Regie: Benno Boudgoust

Theater der Gezeiten
Diekampstr. 44
44787 Bochum

Kartenreservierung:
0173 5 20 79 85
0231 108 721 067 (AB)
info(AT)theater-der-gezeiten.de
Eintritt: 10,00 Euro / 6,00 Euro ermäßigt

 



"Früher war es hier so schön ruhig hier", sagt Adam. "Aber seit das neue Geschöpf mir dem langen Haaren da ist", stimmt das nicht mehr.
Es gibt etwas Neues im Paradies. Worte, Namen, Sprache. Adam findet das lästig. Er will sie auch nicht Eva nennen. Nein, dieses Geschöpf soll lieber bei den anderen Tieren bleiben.

Das tut sie sie übrigens auch, aber auf unbekannte Weise. Sie braucht die Tiere nicht zu jagen, sie vertraut sich ihnen an.
Und noch etwas Neues kommt mit Eva in Adams Welt: das Wort "wir".

Adam hatte es mit ein bißchen Entfernung zu den meisten Dingen ganz gern. Eva öffnet diesen einseitigen Blick.
Durch sie lernt Adam Gefühle kennen, an ihr erfährt er Anteilnahme.

Als er Eva aus dem Unterschlupf, den er gegen den Regen gebaut hat, hinausdrängen will, zeigt sie die ersten Tränen in der Menschheitsgeschichte.

Aber er sieht auch, wie Eva sich Wege auf Bäume sucht, mit Erdklumpen nach den Äpfeln auf dem Verbotenen Baum wirft.

Aus Angst vor der Vertreibung aus dem Paradies flüchtet er, will wieder der alleinige Adam sein. Doch bald muß er erfahren, hier gibt es kein Entwischen mehr.
Und bei jeder neuen Begegnung mit Eva nach solch einer Flucht beginnt auch eine neue Regung in ihm.

Und er wird reich belohnt.
Denn ja: da gibt es die Schlange, und sie hat Eva eingeflüstert, von den verbotenen Früchten eines bestimmten Baumes zu kosten.
Aber es macht ihr Lust, und sie setzt ihre Lust gegen des Paradies. Und mit dieser Lust, die sie in die Welt bringt, in ihre, in Adams, in alle, die daraus entstehen, ist sie eben auch eine große Lehrerin.

Kinder bekommen sie dann.
Kain erst, später Abel, dann die Töchter.
Es wird lange dauern, bis Adam den Zauber seiner Vaterschaft verstanden hat.

Und weil Mark Twain nicht einfach die biblische Paradiesgeschichte nachempfindet, sondern eine Liebeserklärung erzählt, kommt mit der Einsicht in seine Verblendung die Liebe:"Zuerst habe ich gedacht, daß sie zuviel redete. Jetzt sorgt mich der Gedanke, daß diese Stimme einmal verstummen und nicht mehr Teil meines Lebens sein könnte."

Und was ist mit Eva?
Sie liebt ihn,"weil er mein und ein Mann ist. Diese Art von Liebe ...überkommt einen, und niemand weiß, woher."

 

 

Benno Boudgousts Abend beginnt mit Meeresrauschen. Adam und Eva räkeln und strecken sich. Die Welt hingegen ist noch nicht fertig. Adam war früher da und ist nun ziemlich verärgert über das neue Geschöpf mit dem langen Haar. "Früher war es so schön ruhig hier", findet er, denn ... Eva ist ziemlich lästig.
Sie ist neugierig wie ein kleines Kind und wirft mit Erdklumpen nach dem berühmten, für die Menschheit so schicksalhaften Apfel. Zugegeben, in Mark Twains Text werden die Geschlechterrollen nicht gerade neu erfunden, was aber angesichts seiner Leichtigkeit und der luftigen Umsetzung nicht weiter ins Gesicht fällt.
Katharina Bach findet für Eva zu einer beeindruckenden Körperlichkeit, verzaubert mit kalkuliert eingesetzter Naivität. Sven Stephani aks Adam bleibt in seinem Ausdruck etwas starr. Insgesamt finden die beiden aber zu schönem Zusammenspiel. WAZ


Tags: Eva   Adam   Twain  
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